Zuchtgedanken


Warum Rennmäuse züchten? Ich halte und züchte schon seit einer halben Ewigkeit Rennmäuse. Es sind für mich die idealen Haustiere und ich möchte, dass auch andere Menschen Freude an diesen tollen Tieren  haben. Deshalb geht es mir um die Gesundheit und einem vernünftigen Sozialverhalten bei den Tieren. Gerade in heutiger Zeit gibt es viele Tiere, die genetisch belastet sind, sei es Epilepsie, Tumore oder andere Defekte. Mein Ziel ist es gesunde Renner zu züchten. Und das ist mehr als Weibchen und Männchen zusammen zu setzen.

Meine Tiere, die in die Zucht genommen werden, weisen einen klaren, kräftigen Körperbau auf. Der Schwanz ist kräftig und weist dem Körperbau eine entsprechende Länge auf und besitzt im Idealfall eine ausgeprägte Quaste. Wobei letzteres etwas untergeordnet ist. Der Kopf ist rundlich und weist kein „Rattengesicht“ auf. Das Fell sollte dicht und glänzend sein.

Die Tiere haben ein rennmausentsprechendes Sozialverhalten. Das heißt sie sind nicht aggressiv innerhalb der Familie und kümmern sich gemeinsam um den Nachwuchs. Vergesellschaftungen, egal welcher Art, sollten problemlos und im angemessenem Zeitraum zu vollziehen sein.

Bevor die Eltern in die Zucht gehen, müssen sie mindestens 5 Monate alt sein. In diesem Zeitraum beobachte ich ihr Verhalten und ihre Entwicklung. Sind sie robust und nervenstark und weisen sonst keinerlei Defizite auf, dürfen sie in die Zucht. Tiere, welche bei mir in der Zucht waren/sind, bleiben bis zu ihrem Lebensende bei mir und in der Regel auch als Paar zusammen. Das gibt mir die Möglichkeit ihre weitere Entwicklung zu verfolgen und ihre Lebenserwartung zu erfahren.
Denn Rennmäuse sollten eine gewisse Langlebigkeit aufweisen. Wobei heute die Rennmäuse im Durchschnitt nicht mehr 5 Jahre alt werden, so wie es früher der Fall war. Vier Jahre ist heute ein gutes Alter und sollte in der Regel auch erreicht werden.

Alle Jungmäuse werden auf Epilepsie hin getestet. Linien, welche Epilepsie aufweisen, gehen aus der Zucht bzw. wenn es mir bekannt ist, egal bei welchen Verwandtschaftsgrad, werden gar nicht erst als Zuchttiere in Erwägung gezogen. Egal wie gut sie sonst geeignet sind. Auch Linien, welche tumorlastig sind, kommen nicht in die Zucht. Deshalb ist es mir wichtig, dass meine Abnehmer mich über das Ableben von Tieren aus meiner Zucht unterrichten, damit ich die Linien beurteilen kann.

Achte ich  bei der Zucht auf Farben? Ganz klar ja. Das hat mehrere Gründe:
Zum einen möchte ich nicht oft PEW und REW bei den Nachkommen haben. Denn diese können, müssen nicht, Probleme beim Sehen haben, da sie sehr lichtempfindlich sind und ohne Testverpaarung kann man oft weder Gene noch Farben bestimmen.

Um saubere klare Farben zu erreichen, versuche nach Möglichkeit keine CP und CC zu mischen, aber das ist nicht immer gegeben, da die grundsätzliche Zuchteignung im Vordergrund steht. Außerdem sind bei mir keine Weißpfoten in der Zucht, sowie Superschecken, Rex und Wave und werden auch nie hier in die Zucht gehen. Denn bei einigen dieser Extreme ist bekannt, bzw. besteht der Verdacht, dass sie körperliche Einschränkungen/ Erkrankungen haben, die ich nicht fossieren und verbreiten möchte. Die Rennmäuse haben heute schon genug mit ihren jetzigen genetisch bedingten Problemen zu tun.

Wenn man all diese Dinge beachten will, muss man auf Farben achten und züchten,  das heißt nicht, dass nur ausschließlich bestimmte Farben homozygot (außer CC, CP und DD) fallen sollen, sondern dass heißt, ich suche Tiere, welche gewisse Farbmöglichkeiten und Gene haben und nur wenn sie für die Zucht geeignet sind (siehe oben) kommen sie als Zuchttier in Frage.
Warum also nicht auf Farben züchten?
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