Die Ernährung


Futter, selten ist ein Thema so zwiegespalten wie bei Rennmäusen. Die einen sagen so, die anderen so. Einig sind sich alle, dass Fertigmischungen aus dem Fachhandel nicht gut sind. Diese Fertigmischungen enthalten viele Zutaten, die nicht gerade optimal für eine Rennmaus sind. Oft leider auch Zuckerzusätze und dies ist schädlich für die Rennies, da sie dazu neigen Diabetes zu bekommen.

Nun ist jede Rennmaus verschieden und hat unterschiedliche Bedürfnisse. Die einen werden schnell dick, andere wiederum sind schlank und rank. Zum einen liegt das an der genetischen Disposition, zum anderen ob und wie viel Bewegung sie haben. Jeder sollte seine Renner beobachten und gucken wie hoch der Energiebedarf ist. Eine ganz einheitliche Regelung gibt es nicht, aber der Richtwert liegt bei ca. 10g pro Tag/Maus.

Grundfutter


Am Besten mischt man sein Futter selbst. Aber auch da gehen die Meinungen auseinander, was man den Rennmäusen geben soll. Eine Grundmischung besteht aus:
  • 50% Wellensittichfutter
  • 20% Kanarienfutter
  • 30% Grassamen
Ich füttere zusätzlich noch Haferflocken, Sonnenblumenkerne und getrocknetes Gemüse. Allerdings nur zwei mal die Woche und meine Renner sind nicht zu dick.

Tierisches Eiweiß


Zu den oben genannten Grundfutter gehört noch tierisches Eiweiß, welches zwei mal die Woche gereicht werden sollte. Als Lebendfutter kann man Mehlwürmer oder Heimchen aus dem Fachhandel nehmen. Man sollte aber darauf achten, dass die Tiere sofort gefressen werden, da man sonst eventuell diese Tiere in der Wohnung wieder findet und dann eine Menge Ärger hat, wenn sie sich dort vermehren. Nicht alle Rennmäuse nehmen Lebendfutter oder die Halter haben es nicht so gerne, dann kann man auf anderes Eiweißfutter ausweichen. Getrocknete Seidenraupen, getrocknete Gammarus, Joghurt naturbelassen, Quark, oder Eiweiß vom Ei. Jeder sollte ausprobieren was seine Lieblinge mögen, da sind die Rennmäuse manchmal sehr eigen.

Frischfutter


Rennmäuse sollten jeden Tag Frischfutter erhalten, aber nur kleine Mengen. Auch hier gehen die Meinungen sehr auseinander, was man füttern darf. Ich kann nur von meinen Rennern sprechen und sagen, sie bekommen fast alles was die Küche her gibt. Obst bekommen sie allerdings nur ein bis zwei mal die Woche und Blumenkohl sowie Broccoli nur ab und zu und nur in sehr kleinen Mengen. Meine Renner haben noch nie Durchfall gehabt und das seit dem ich Renner halte, was über 30 Jahre ist. Auch gebe ich Frischfutter wenn Jungtiere da sind. So gewöhnen sich die Renner daran und auch bei den Jungtieren gab es nie Durchfall. Was im einzelnen meiner Erfahrung nach als Frischfutter gereicht werden kann, steht unten in der Futterliste. Aber eben alles in Maßen geben. Man kann auch einen Futterspieß verwenden, dann wird das Futter nicht verbuddelt und die Gefahr, dass es zur Schimmelbildung kommt, ist nicht gegeben. Diese Spieße eignen sich aber nur für größere Stücke von Karotten, Apfel etc.

Heu


Heu sollte den Rennmäusen immer als Rauhfutter zur Verfügung stehen, da es für die gesunde Verdauung wichtig ist. Zudem ist das Zerknabbern des Heus eine zusätzliche Beschäftigung für die Tiere.

Wasser


Auch wenn die Rennmäuse aus einer Gegend stammen in der freies Wasser nicht häufig vorkommt, in der Natur decken die Tiere ihren Wasserbedarf über den morgendlichen Tau, sollte ihnen immer frisches Wasser zur Verfügung stehen. Am besten eignen sich dafür Nippeltränken mit doppeltem Kugelventil. Nicht gut geeignet sind die Glasfläschchen, diese funktionieren über Unterdruck und Kapillarkraft und oft ist es leider so, dass sich am unteren Ende und sei es nur 3-4 mm kein Wasser mehr befindet, dann können die Mäuschen noch so oft daran lecken, es fließt kein Wasser mehr nach und im schlimmsten Fall sitzen die Kleinen vor der Tränke und dursten.

Futter als Beschäftigung


Viele streuen das Futter direkt in die Einstreu, damit die Tiere danach suchen, denn das macht auch in ihrer natürlichen Umgebung den größten Teil der Tagesbeschäftigung aus. Nachteil dabei ist, dass man nicht kontrollieren kann wie viel die Mäuse fressen, oder ob sie überhaupt fressen, z.B. wenn sie mal krank sind oder etwas mit den Zähnen sein sollte. Man kann also auch das Futter in einem Napf geben und ihnen zusätzlich Beschäftigung verschaffen indem man z.B. eine Klorolle nimmt, in die Mitte ein paar Sonnenblumenkörner gibt und dann die ganze Rolle ordentlich mit Heu ausstopft. So müssen die Kleinen richtig „arbeiten“ um an die geliebten Kerne zu gelangen. Es gibt noch viele andere Möglichkeiten, das Futter im Sinne der Beschäftigung zu reichen, einfach mal bei www.rennmaus.de umschauen. Denn hier alle Möglichkeiten aufzulisten, würde den Rahmen sprengen.

Futterliste


Sämereien Obst und Gemüse Kräuter
  • Hirse
  • Dinkel
  • Amarant
  • Buchweizen
  • Glanz oder Kanariensaat
  • Vollkornreis
  • Distelsaat
  • Grassamen
  • Hafer
  • Hanf
  • Mohn
  • Leinsaat
  • Sesam
  • Negersaat
  • Roggen
  • Weizen
  • Gerste
  • Kürbiskerne
  • Sonnenblumenkerne
  • Haferflocken
  • Karotten mit Grün
  • Schwarzwurzel
  • Steckrübe
  • Rote Beete
  • Petersilienwurzel
  • Blumenkohl
  • Feldsalat
  • Gurke
  • Kohlrabi
  • Fenchel
  • Kopfsalat
  • Sellerie
  • Paprika
  • Zucchini
  • Broccoli
  • Endivien
  • Chicorée
  • Chinakohl
  • Ruccola/Sämlinge
  • Kürbis
  • Romanesco
  • Apfel
  • Birne
  • Banane
  • Erdbeere
  • Himbeere
  • Weintrauben
  • Aprikosen
  • Heidelbeere
  • Löwenzahn
  • Breitwegerich
  • Vogelmiere
  • Hirtentäschelkraut
  • Wiesen- Rispengras
  • Gänseblümchen
  • Kamille
  • Zitronen- Melisse
  • Petersilie
  • Salbei
  • Basilikum
  • Sonnenhut
  • Brennnessel
  • Luzerne
  • Pfefferminzblätter
  • Ringelblumenblüten
  • Kresse
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